Im IoT Bereich tut sich einiges: kein Tag vergeht, ohne dass Hersteller neue IoT-Komponenten für Endverbraucher oder Unternehmen ankündigen. Neue Baugruppen für die Industrie, Endverbraucher Geräte, die Aktionen auslösen oder ein Sensor, der die Umgebungstemperatur überwacht. Es scheint eine Welle von Geräten zu sein, die für IoT stehen.

Was übersehen wird ist jedoch die Tatsache, dass ein neuer Sensor, der seine Daten in das Internet überträgt, nur teilweise mit dem Begriff IoT zu tun hat. Er liefert Daten an ein zentrales System – das ist allerdings etwas, dass beispielsweise unter dem Begriff M2M (Machine to Machine Kommunikation) schon vor vielen Jahren umgesetzt wurde. IoT ist nicht der neue Sensor, es ist nicht die Datenübertragung an einen Server. Und es ist nicht ein neues Wort für Embedded Systems. Auch die massenhafte Datensammlung durch alle möglichen Sensoren ist nicht IoT.

Die vielen Geräte-Neuheiten, die unter dem Begriff IoT präsentiert werden, verdecken die Sicht auf das Ganze. Aus Sicht eines Unternehmens ist IoT (oder auch Industrie 4.0) die Chance, neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle aufzubauen. Es geht nicht um das Stück Elektronik, das zum Beispiel die Betriebsdaten einer Produktionsmaschine ins Internet überträgt. Natürlich ist diese Komponente notwendig. Aber es geht um mehr: es geht um ein Datenmodell, in das diese Daten einfließen. Es geht um die Algorithmen, die Schlüsse aus diesen Datenmodellen ziehen (u.u. mit Hilfe künstlicher Intelligenz). Es geht um die Dienstleistungen, die nun möglich werden.
Der Hersteller einer Produktionsmaschine lernt mit seinen Kunden in Echtzeit mit. Er kann lernen, welche Folgen eine bestimmte Nutzung hat. Er kann zum Beispiel jedem Kunden individuelle Wartungsvorschläge unterbreiten oder frühzeitig auf zu ersetzende Verbrauchsmaterialen hinweisen. Er kann die Qualität optimieren, die Kundenbindung erhöhen, neue Funktionen – vor allem auch nach der Lieferung – anbieten und maßgeschneiderte Dienstleistungen für seine Kunden ausarbeiten.
Und nicht zuletzt: er kann mit neuen Dienstleistungen seinen Umsatz und Gewinn erhöhen.
(Link auf Hygienesystem)

Der Fokus in der IoT oder Industrie 4.0 liegt auf dem Gesamt-Konzept. Die Elektronik ist nur ein kleines Puzzle-Teil, dass z.B. Daten liefert oder auch Steueranweisungen ausführt – ein „Enabler“ für das Ganze. Aber nicht zum Selbstzweck – sondern zur Realisierung von neuen Business Modellen und Services. IoT – Internet of Things – suggeriert eine simple Vernetzung von Elektronik. Der korrekte Begriff muss eigentlich „Services by Things“ oder „Internet of Services“ heißen. Die auf unserer Webseite präsentierten Lösungen zeigen, wie IoT nicht als Komponente, sondern als System gedacht wird.